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16.11. 2007 – 02.12. 2007 Offnadingen
Wasser fanden wir etwa 200m weiter im
Mühlenbach. Am nächsten morgen besuchte uns Richard und
begrüßte uns als „neue Nachbarn“. Von unserem
Parkplatz aus konnte man Pferde in einer Offenstallhaltung
beobachten. Eine Frau parkte direkt neben uns und kam herüber.
Sie brachte für Nina ein paar Leckerlies mit. Sabine war die
Eigentümerin des Hofes mit der Offenstallhaltung. Von ihr
konnten wir Heu für unsere Pferde holen. Der Besitzer von der
Wiese auf der wir standen genehmigte es uns noch bis zum kommenden
Sonntag zu bleiben. Am liebsten wollten wir natürlich länger
bleiben. Freiburg war nur 10 Minuten mit der Bahn entfernt. Es sah
alles sehr gut für einen Winterparkplatz aus. Der Architekt
Richard organisierte für uns eine weitere Wiese im Ort, auf der
wir eine gute Woche verbracht haben. Ab und an leisteten Kinder aus
der Nachbarschaft uns Gesellschaft. Sie brachten sogar ein Bund Heu
für die Pferde vorbei. Leider regnete es sehr häufig,
sodass wir wieder umziehen mussten, doch wohin? Mit Hilfe vom
Bürgermeister und von Sabine schafften wir es die Pächterin
einer weiteren Wiese ausfindig zu machen. Ich besuchte sie am
folgenden Tag. Jon konnte nicht mitkommen, er spielte in Freiburg.
Frau Müller – die Pächterin – erzählte mir, dass
ihre Pferde ein paar Dörfer weiter in Pensionhaltung auf einer
riesigen Wiese mit Unterstand untergebracht sind. Sie hätte ihre
Pferde gern hier im Ort gehabt, aber leider gab es Schwierigkeiten
mit der Genehmigung eines Unterstandes. Sie hörte begeistert der
Getrappelstory zu und bot uns mit Freude ihre Wiese an. Gleich am
nächsten Tag parkten wir auf ihre Wiese um. Hier gab es noch
genug Futter. Am 27.11 feierten wir meinen Geburtstag. Mein Schatzi
überraschte mich mit einem Blumenstrauß, einer
Geburtstagskerze, einem Gasherdanzündding und Füßchenwärmer.
Nach einem tollen Frühstück stiegen wir in den Zug nach
Basel. Wir wollten die vielen schweizer Franken (Münzen)
ausgeben, die sich bis dahin im Gitarrenkoffer angesammelt hatten.
Leider verpaßten wir aber den letzten Zug zurück, sodass
wir ein teures Taxi nehmen mussten. Sabine lud uns bei ihrer Familie
zum gemütlichen Abendessen ein. Nina und ihr Hund amüsierten
sich auch prächtig. Jon und ich, wir schafften es sogar uns mal
wieder auf die Pferderücken zu schwingen, der Tag war wie
geschaffen für einen wunderschönen Ausritt. Auf dem Rückweg
ritten wir die Böschung hinunter in das Mühlbachdelta. Dann
ritten wir wie im Westernfilm den Fluss entlang. Winston hatte
riesigen Spaß dabei zu planschen und Django ist hinterher
getrottet.
Im Wagen klingelte unser Telefon, wie
üblich nahm ich ab. Ihr werdet es mir nicht glauben aber an der
anderen Leitung war tatsächlich der Freiburger Mundenhof dran.
Wir schickten dem Hof vor einigen Wochen eine Mail mit der Bitte um
Parkerlaubnis für den Dezembermonat. Und wirklich wir bekamen
ein Ja!!! Sie gestatteten uns für 4 Wochen zu bleiben. Juchuu,
was für eine Erleichterung. Es dauerte nicht lange da klingelte
es wieder. Diesmal war eine nette Frauenstimme am anderen Höhrer.
Wie? Was? Hä? Stern-TV???? Ich traute meinen Ohren kaum! Ja,
eine Kollegin von Stern-TV war am Apparat. Und zwar möchten die
über uns eine Reportage drehen. Wow, das klingt ja geil!!! Klar
machen wir da mit! Sie meldet sich dann noch mal im Laufe des
Dezembers. So viel Neuigkeiten auf einmal – da mußten wir
erstmal einen Tee drauf trinken!
03.12. 2007 von Offnadingen nach Opfingen
Auf geht’s zum Mundenhof. Viele Leute dir wir unterwegs trafen und die uns fragten wohin wir denn fahren würden, kannten den Mundenhof bereits. Jon und ich wir wußten zumindest das dort Tiere auf dem Hof sind. Es war sehr windig an dem Tag, doch ansonsten trocken. Eine Frau fuhr vor uns auf den Seitenstreifen und stieg aus ihrem Auto. Wir nahmen sie ein kurzes Stück mit und quatschten. Nina war wie gehabt nach längerer Pause sehr übereifrig am flitzten. Wir fanden einen Parkplatz in Opfingen auf einer riesigen Brachfläche, die ganz danach aussah in Kürze bebaut zu werden. Leider war dieser Platz für unseren Geschmack etwas zu dicht an den angrenzenden Siedlungen dran. Unserer Erfahrung nach bekommen einige Leute nicht selten Panik das Zigeuner einziehen wollen und rufen die zuständige Ordnungsbehörde an. Was ist in den Leuten so tief verwurzelt, das wir denen Angst machen könnten? Denken die etwa wir rauben die aus und fliehen schnell mit 'nem 2,7 Tonner und 2 Pferden davor??? Naja, egal irgendwas ist eben drin in den Köpfen. Die Pferde hatten viel Gras zu fressen und wir machten noch einen schönen Abendspaziergang - uns den Ort anschauen. Am nächsten morgen hielt ein Multicarfahrer vor unserer Wagentür. Ich begrüßte ihn freundlich und er erkundigte sich nett nach unserem Vorhaben. Ich teilte ihm mit wir wären auf der Durchreise zum Mundenhof und erzählte ihm weiter unsere Story. Ich glaube er war beauftragt nach dem Rechten zu sehen.
04.12. 2007 von Opfingen nach Freiburg – Mundenhof –
Wir hatten nur einen Weg von etwa 10 km vor uns. Gemütlich packten wir alles zusammen und zogen die Pferde an. Kurz vor dem Mundenhof hielten wir noch einmal an, um uns fein zu machen. Entlang einer Nebenstraße sahen wir auf der linken Seite Galloway Rinder. Ihre Weide war riesig. Rechts von uns nahmen wir Gehege nicht definierbaren Inhaltes war. Wir näherten uns also unserem Ziel und fuhren zum Hauptgebäude vor. Ich ging hinein und meldete uns an. Der Mann vom Telefon begrüßte mich. Draußen hatte Jon bereits Bekanntschaft mit der Schaffrau gemacht. Sie ging gerade mit zwei Schafen durch den riesigen Hof spazieren. Die Schafe liefen bereitwillig ohne Leine hinter ihr her. Beide Personen zeigten uns unser neues Quartier. Vor uns öffnete sich ein riesiges mit Wilddraht umzäuntes Gehege. Sogar ein großer Unterstand stand den Pferden zur Verfügung. Wasser und Strom konnten wir aus der Scheune holen. Unsere netten Nachbarn waren zwei seltene süße Eselchen.
05.12. 2007 – 15.01. 2008 Aufenthalt Mundenhof
Der nächste Morgen
zeigte sich trocken und freundlich. Es war Dezember und wir hatten
uns vorgenommen fast täglich zu spielen. Seit Kirchen-Hausen
übte ich inzwischen Weihnachtslieder. Etwa acht Lieder konnte
ich seitdem spielen. In der Stadt war es rammelvoll. Die Minute bis
zu meinem allerersten Auftritt rückte immer näher. Schon in
der Straßenbahn hörte ich mein Herz vor Aufregung bubbern.
Dann war es soweit, Akkordeon umgeschnallt und los ging's. Mit einem
Lächeln zauberte ich die schiefen Töne weg. Ein bisschen
Verona Feldbusch - das half prima. Et voila, ein paar Münzen
sammelten sich doch in meinem Körbschen. Ganz fix und alle kamen
wir zurück zum kalten Wagen. Nina schaute nun ein wenig traurig
aus der Wäsche, da sie tagsüber außer den Pferden
niemanden um sich herum hat. Da muss sie halt durch, irgendwann ist
diese Zeit auch einmal vorbei und dann ist das Getrappel wieder laut
zu hören.
Angelika, so heißt die
Schafsfrau, arbeitet auf dem Mundenhof. Sie kam seit unsere Ankunft
öfter vorbei und half uns – Göttin sei Dank – den
Pferdemist wegzufahren. Ohne sie hätten wir in der streßigen
Musikspielzeit kaum Zeit gefunden die Pferdeäppel zu beseitigen.
Vielen, vielen Dank!!! Wir konnten selbst unsere Wäsche bei ihr
waschen, wurden öfter zum Duschen und Essen eingeladen.
Der Mundenhof war für
uns und die Pferde Luxus. Heu organisieren war nicht schwer – nur
Bescheid sagen und dann wurde der Ballen angefahren. In den folgenden
Tagen und Wochen lernten wir den Hof besser kennen. Hier gibt es
Kamele, Alpakas, Schwarzwälder, Erdmännchen, Affen, Bären,
diverse Schweine, Rinder und Vögel, Strauße, Ziegen,
Schafe, Fische und viele mehr. Das Gelände ist dementsprechend
riesig und mit viel Liebe in den einzelnen Gehegen gestaltet. Auf dem
Hof gibt es das sogenannte KON TI Ki, das heißt soviel wie
Kontakt Tiere Kinder. Mehrmals in der Woche besuchen Kindergruppen
den Hof und unternehmen etwas mit den Tieren, backen leckere Sachen,
entdecken kleine Schätze in der Natur oder basteln mit
Naturmaterialien oder ... . Der Kreativität sind keine Grenzen
gesetzt. Solch ein Hof ist wie geschaffen als Naturerlebnisraum für
jung und jünger.
Zweimal überraschte uns
die Familie Deutschbein mit einem Besuch. Bei der Gelegenheit
sattelten wir die Pferde und verschwanden im angrenzenden Wald. Lutz
ritt Winston und Jon und ich ritten abwechseln Django. Lars kam mit
dem Rad hinterher. Über Weihnachten fuhr ich mit dem Zug mein
Elternhaus und mein Pferd besuchen. Die Zugfahrt dauerte ganze 13
Stunden. Für eine Woche blieb ich dann in Herzberg. Inzwischen
war Fynn mit auf dem Wagen, er hatte Winterferien und sollte zum Dreh
für die Reportage auch unbedingt dabei sein. Am nächsten
Tag, nachdem ich zurück war, besuchten uns unsere französichen
Freunde aus dem Elsass. Sie brachten uns französiche
Spezialitäten mit. Nach einem Plausch im gemütlich warmen
Wagen gingen wir alle in die Gastwirtschaft vom Mundenhof etwas
trinken. Zwei Tage später kam auch schon das Fernsehteam vorbei.
Den ersten Drehtag wollten die uns filmen wie wir fahren. Leider fing
es an nonstop zu regnen. Django lahmte zudem ein bisschen. Alles
keine so guten Drehvoraussetzungen. Der nächste Tag war etwas
besser. Sie filmten uns beim Aufwachen. Anschließend radelten
wir zu einer Familie, die uns am Vortag spontan zum Essen eingeladen
hatte, als sie unser Fuhrwerk auf dem Lidleparkplatz erspähten.
All das wurde auch gefilmt. Solch Drehtage können ganz schön
anstrengend sein! Am Mittwoch soll es für uns nun endlich wieder
weiter gehen. Wir freuen uns schon darauf!!! Allen Getrapplern wird
es auf Dauer zu langweilig wenn man nicht unterwegs sein kann!!!
Inzwischen ist es 00:20 Uhr
und meine Augen sind schon sehr schwer. Nina schläft schon
unterm Tisch und meine Schatzi hat sich auf dem Sofa lang gemacht!
Das steckt total an *gähn* ! In diesem Sinne schlaft schön!
!!!Unbedingt durchlesen und reagieren!!!
Übrigens wurde Jon von einem Typ vom Ordnungsamt in der Innenstadt von Freiburg verjagd. Er begründete das damit, dass Trommeln und Schlagzeug spielen verboten wäre. Wir erwiderten, dass es nur von einer Puppe gespielt wird und das das gesamte Schlagzeug ein Kinderschlagzeug wäre. Die mit Seilen wie eine Marionette zu bedienende Puppe könnte niemals so stark auf die Trommeln schlagen wie ein Mensch! Doch alles diskutieren half nicht - angeblich möchte das die Stadt nicht - laut Ordnungsamt, obwohl immer viele Zuschauer Jon's Show anschauen. Wenn nicht die Zuschauer, wer ist dann die Stadt??? Er hat uns zum Stadthaus geschickt damit wir probieren sollten eine Sondernutzungserlaubnis zu bekommen. Wir gingen also zum Stadthaus, sprachen vor doch mit dem selben Ergebnis. Warum gibt es Sondernutzungserlaubnisse, wenn keine vergeben werden??? Die Tendenz ist leider so, das Wandermusikanten eines Tages vom Musizieren in den Städten nicht mehr ihr Überleben finanzieren können. Die ganzen Instrumentverbote und spezielle Regeln wie Ort und Zeit wann gespielt werden darf vertreiben die bunte Musik von Musikanten verschiedener Länder. Zum Schluss bleiben dann vielleicht noch die Akkordeonspieler, die dann irgendwann aber auch keiner mehr anhören kann.
Leider telefoniert kein Bürger mit der Stadt, der Straßenmusik gut findet. Wenn, dann werden also immer Beschwerden mitgeteilt. Doch das Verhältnis zwischen Freude und Beschwerde über Straßenmusik liegt ohne zu übertreiben weit aus mehr bei der Freude.
Jon mußte demzufolge täglich mehr als 5 Stunden im Zug verbringen, nur um nach Karlsruhe zu kommen, um dort Musik zu spielen!
Unser Vorschlag: bitte schreibt doch eine Mail an den Bürgermeister von Freiburg, wie toll ihr Straßenmusik findet und das ihr es bedauert, das Jon mit seiner Marionette nicht mehr in Freiburg auftreten darf.
Klicke hier für die Mailadresse

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It's winter now!
Weihnachtsträume
Der Glanz der weißen Straßen, Zieht an die Kinders Freude. Das Glitzern auf dem Rasen, Alles, an dem Gebäude. Sie tollen, spielen, laufen im Schnee, Hinaus, zum eis`gen See. Mit Kufen an den Füßen, Sie werden es nicht büßen, Das Eis so dick und fest, Dass ihr die Kälte glatt vergesst. Der Wunschtraum aller Kinder, Der Boden seidig weich, Führt jeden, jeden Finder, In das ferne Königreich. von Elfenbund aus'm Netz |