10.06.
- von Rußheim nach Oberhausen, ca.12km
Gegen
Mittag ging es wieder
los. Viele Eindrücke, die wir auf dem Hof gewonnen hatten
blieben in unseren Köpfen verankert. Es war sehr windig.
Sonne und tiefblaue Wolken wechselten sich ab. Ein wenig
Schiss
hatte ich schon, dass wieder ein Gewitter aufziehen könnte. Doch
wir blieben verschont. Zwei Orte weiter hielten wir beim Supermarkt.
Ich machte meine Runde und Jon wartete derweil auf dem
Mädelewagen. Mit ausreichend Lebensmitteln an Bord fuhren wir
zurück auf die Hauptstraße. Fröhlich wurden wir von
einer lustigen Gruppe aus dem Straßencafé
begrüßt. Am Friedhof tankten wir noch Trinkwasser. Jon
nutzte die Gelegenheit um gleich mit dem Fahrrad nach einer
Parkmöglichkeit zu suchen. Ältere Damen kamen zu mir
herüber und erkundigten sich unseres Weges. Je mehr ich
erzählte desto erstaunter hörten sie zu. Schließlich
fingen sie selber an über sich zu plaudern. Jon brauchte diesmal
etwas länger und in der Zwischenzeit waren meine
Gesprächsnachbarn auch schon wieder verschwunden. Plötzlich
schien Ozeanne in ihrem Geschirr fast umzufallen. Schnell lief ich vor,
rüttelte und schüttelte sie wach. Quinette hingegen war
standfest. Und wieder zwinkerten ihre Augen und wollten sich nicht mehr
öffnen. Es kann ganz schön anstrengend sein ein Pferd wach
halten zu müssen. Endlich, Jon war zurück und hatte eine
Fläche direkt am Baggersee gefunden. „Allez Allez
Mädels“, rief ich lautstark und beide legten sich in die
Geschirre. Jon bemerkte auf einmal, dass Winston lahmte. Um ihn zu
schonen wurden die Laufzügel von Django verlängert. Bis zum
Parkplatz brauchte er so nur mitzulaufen. Entlang auf kleinen Wegen
ging es an mehrere Gärten vorbei. Weiter abseits der Siedlung
koppelten wir einen breiten Wiesen-, Wegrandstreifen ein. Langsam wurde
es dämmrig. Ein paar Hundespaziergänger fragten uns neugierig
aus. Da näherte sich ein Mopedgeräusch. Ein Mann in
Arbeitsklamotten mittleren Alters hielt neben mir. „Da brauch ich
die Wiese ja nicht mehr zu mähen“, erwähnte er. Jedoch
klang sein Satz nicht überzeugend. Zögerlich fragte ich nach,
bis sich herausstellte, dass er nicht damit einverstanden war. Die
Wiese machte in unseren Augen alles andere als den Anschein einer
Heuwiese. Sie war sehr bunt und ähnelte eher einer Sukzessions-
oder Ausgleichsfläche. Nahrhafte Grasarten waren rar. Alles sprach
für einen nährstoffarmen Boden. Mehrere Reihen junger
Obstbäume schlossen sich an dem Randstreifen an. Wie soll da ein
Traktor durchkommen? Naja, nur nicht zu lange Grübeln, es bringt
ja doch nichts. „Jetzt ist es ja eh zu spät zum
Umparken“, meinte er. Daraufhin erwiderte ich: „Morgen
brechen wir wieder auf“. Er murmelte noch etwas und düste
davon.
Eine Familie mit zwei Kindern packte gerade ihre Badesachen zusammen
und kam anschließend noch zu uns herüber. Mit erstaunten
Gesichtern folgten die Kinder unserem Dialog. Endlich, es war fast
dunkel und niemand war mehr da. Die Pferde futterten zufrieden und
hatten bereits ausreichend Wasser. Zeit für uns. Nackig, nur mit
Handtüchern bewaffnet schlichen wir auf Zehenspitzen zur
Badestelle. Der See war riesig und weit und breit mal kein Schild, das
irgendetwas verbot. Am Ufer ragten die Wurzeln der großen Eichen
bis ins Wasser. Man konnte sich gut daran festhalten, um die steile
Uferkante zu überwinden. Nach dem ausgiebigen Bad fühlten wir
uns wie neu geboren. Wenig später fing es an kräftig zu
schütten. Schnell noch das Geschirr in den Wagen. Blitze zuckten
hier und da. Die Pferde genossen den warmen Gewitterguss.
11.06. - von Oberhausen nach Altlußheim, ca. 3km
Am frühen
Morgen wurden
wir vom hartnäckigen Rufen einer Frau geweckt: „Halllooo?,
Hallohooo!“ Ich schlüpfte schnell in zivilisierte Klamotten
und ging etwas genervt vor die Tür. Für unsere
Verhältnisse war es noch sehr sehr früh. „Können
sie bitte ihren Hund festhalten?“ schrie mir eine Joggerin aus
10m Entfernung entgegen. Nina lag ganz brav ohne einen Mucks neben dem
Wagen. Oje, dachte ich, wegen so einer Lappalie vom Wachwerden und
Teetrinken unterbrochen zu werden. Ich bemühte mich ein
freundliches Gesicht aufzulegen und ging zu Nina. Die Frau traute sich
endlich vorbei. Später besuchte uns noch einmal der Bauer von
gestern und beschwerte sich sogleich, dass die Pferde ja immer noch
sein Gras fressen würden, dabei waren wir schon am
Geschirrrausräumen. Egal, es gibt halt Typen die sich wichtig
machen müssen. Hetzen lassen sich Pferdeleute wie wir jedenfalls
nicht. Jon zog Winstons Nagel raus, der vermutlich beim letzten
Beschlag zu tief gekommen war. Eine Frau mit einem Hund blieb neugierig
stehen. Ich erzählte ihr, dass Winston lahmt und wir unbedingt
einen Parkplatz bräuchten, der nicht weit weg sein durfte und wo
wir zwei, drei Tage bleiben könnten. Sie hatte die Idee die
angrenzenden Gemeinden zu fragen. Die Nummern zogen wir aus'm Netz und
sogleich telefonierte ich drauflos. Leider mit dem Ergebnis immer nur
weitergeschoben zu werden. „Probieren sie es mal bei meinem
Kollegen ...“, oder: „ Versuchen sie es mal bei der
Nachbargemeinde...“, ertönte es vom anderen Ende der
Leitung. Die Aktion hat uns keine Spur weitergeholfen. Beteiligt waren
die Gemeinden Unterhausen, Oberhausen und Altlußheim – alle
drei eine Niete in Sachen Unterstützung (sogar im Notfall) eines
jungen Paares die mit Pferd und Wagen durch Deutschland reisen. Von der
Frau wussten wir sogar, dass die Gemeinden über eigene Wiesen
verfügten. Warum tun die sich also so schwer? Was ist dabei mal
ganz unbürokratisch und menschlich zu handeln? Schließlich
kommt nicht allzu oft ein mit Pferden reisendes Pärchen durch ihre
Gemeinde. Jon und ich – wir hatten schon so eine Ahnung bei dem
Wort “Gemeinde“.
Wir mussten hier weg! Jon schnappte sich nach dieser Enttäuschung
flink sein Rad und unternahm die Parkplatzsuche auf eigene Faust. Nach
einer halben Stunde dann die rettende Nachricht. Hinterm Kieswerk
direkt am Rhein hatte er eine brachliegende Fläche gefunden. Nur
noch die Pferde anspannen und es konnte losgehen. Winston war mit einem
Seil am Mädelewagen festgebunden und Django zog das Haus allein.
Eine steile Deichböschung hatten wir zu überwinden. Winston
wurde wieder eingespannt. Im Trab zogen meine Mädels die kleine
Kutsche den Deich hinauf. Wir waren schon fast oben und immer noch sah
ich keinen Abstieg vor mir. Dann schnell auf die Bremse. Quinette
rutschte bergab durch ihre Hufeisen. Über meine Schultern blickte
ich zu Jon – gespannt darauf wir er das Gespann über den
Deich bringt. Die Deichsel ging in die Höhe und nur die Pferde
hielten sie im Geschirr fest. Jon sah das Deichselende mit den
Pferdeohren auf gleicher Höhe. Gut dass beide so schwer sind, die
Deichsel hob unsere Jungs jedenfalls nicht mit an. Die Pferde waren
schon bergab eingestellt, der Wagen aber immer noch nicht über der
Deichkante. Also quasi bergab nach oben ziehen - ganz schön
kompliziert. Alle drei schafften es und Jon sprang auf die Bremse. Die
tolle Wiese entschädigte alle Strapazen. Gleich telefonierte ich
mit Petra, um über Winstons Lahmheit zu beraten. Sie empfahl
„Equipalazone“, ein Entzündungshemmer für Pferde.
Sofort telefonierte ich mit Tierarztpraxen in der Nähe – und
tatsächlich eine hatte dieses Wundermittel vorrätig. Mit Nina
und dem Drahtesel fuhr ich am nächsten Tag dort hin. Sie bekam
gleich ihre Komplett-Alles-Impfung. Schon nach 24 Stunden ist bei
Winston eine deutliche Besserung eingetreten. Trotzdem gingen wir
lieber auf Nummer Sicher und blieben noch das ganze Wochenende am
selben Platz. Ein Reiter mittleren Alters kam auf einem großen
braunen, schlanken Ross vorbei. Verdutzt hielt er neben unserem bunten
Wagen. Wir kamen ins Gespräch und erfuhren, dass das
Wasserwirtschaftsamt für dieses Gelände zuständig war.
Prima, denn erstens liegt es nicht nebenan und zweitens am Wochenende
hat bestimmt keiner Bock zu arbeiten.
Vom Wagen aus konnten wir die Pferde gut beobachten. Die Jungs
ließen sich von den riesigen Frachtern auf dem Rhein kaum
beeindrucken. Die Mädels hingegen starrten regelrecht aufgeregt in
ihre Richtung und vergaßen das Kauen dabei. Eben noch im Stall in
Frankreich und schon mitten im Weltgeschehen. Tja die Erde ist nicht
nur grün, da gibt es vor allem Autos, Traktoren und LKW's,
Straßen, überall Menschen, Häuser, Städte, Tunnel,
Brücken, Bahnschienen, Lokomotiven und riesige Frachter, Flugzeuge
... . Wenn wir über schreckliche Autobahnkreuze fuhren hab ich
mich manchmal gefragt, ob meine Mädels jetzt wohl enttäuscht
von der „Welt“ wären. Vieles ist naturfremd, lauter,
größer, rasanter und geometrischer geworden. Haben wir noch
einen Platz „da drinn“? Wenn dann wieder die kleinen
Nebenstraßen überwiegen schlagen meine Gedanken sofort um.
Hier, wo es ländlich ist, gehören wir als Gespann dazu,
meinen Mädels macht es bestimmt Spaß dabei zu sein.
15.06. - von Altußheim bis kurz vor Ketsch, ca 8km
Von
Winstons Lahmheit war
nichts mehr zu sehen. Das Zeug hatte wirklich gut geholfen. Ja, ja,
wenn wir die gute Petra nicht hätten… . Nach Abwarten der
Schauer ging es gegen Nachmittag wieder los. Das Abenteuer
„steiler Hang“ wurde super bewältigt. Jon lotste uns
mit dem ADAC-Altlas auf kleine Straßen. Die Kirschen der
angrenzenden Obstgehölze waren bereits reif. Jon brauchte nur
seinen Arm herauszustrecken und erntete ein paar Zweiglein, sprang vom
Wagen, flitze zu mir vor, gab mir die leckeren Früchte und dazu
einen Kuss und flitzte wieder zurück.
Wir waren nicht weit von Mannheim entfernt, wo wir vor zwei Jahren
Ludwig und seine Frau Anneliese aus Altrip kennenlernten. Da klingelte
das Telefon. Ludwig war bereits unterwegs unsere Fährte
aufzuspüren. Jon erklärte ihm in welche Richtung wir fahren
wollten, damit wir uns dann später treffen könnten. Das
letzte Stück liefen die Pferde auf einer stärker befahrenen
Straße. Da überholte mich eine Frau sehr vorsichtig und
brüllte aus ihrem Pkw: „ Der Hund läuft ja auf der
Straße!“. Äh, ja und? Mmh, sie hat Recht, einen
Bürgersteig sehe ich auch nicht. „ Die läuft so schon
über 1000 km auf der Straße!“, entgegnete ich ihr.
„Übrigens die Pferde laufen auch auf der
Straße!“, doch da war die Dame schon wieder auf und davon.
Auf einer Nebenstraße parkten wir beide Fuhrwerke, denn die Zeit
war wieder ran einen Parkplatz zu finden. Im Landschaftsschutzgebiet
bauten wir etwas versteckt die Koppeln auf. Dabei blieben wir ziemlich
dicht am Weg. So sieht es wenigstens so aus, als ob wir uns Mühe
gegeben hätten keinen “Schaden“ anzurichten. Immerhin
hat es kein NSG Status und motorisiert sind wir ja auch nicht. Der
Wagen ist außerdem nur zum Pferdehüten da, damit man
jederzeit einspringen kann, wenn etwas sein sollte. Von Campen ist also
auch nicht zu reden. Die Pferde standen kniehoch im durchnässten
Gras. Der Wagen wurde hinter einer Kurve, dicht an einem
Gehölzstreifen geparkt. Die Siedlung lag etwa 300m entfernt hinter
einem Fluss. Wasser für die Pferde hatten wir extra schon vorher
mitgenommen. Nur Trinkwasser war Mangelware. Jon schnappte sich die
Milchkanne und spürte im Ort einen Friedhof auf, wo er Trinkwasser
tanken konnte. Auf dem Rückweg traf er Ludwig und führte ihn
zu unserem Platz. Er war mit seinem roten Roller unterwegs.
Mittlerweile war es schon dunkel draußen. Gestärkt mit ein
paar Broten machte er sich dann wieder auf den Heimweg. KO wie immer
schliefen wir im Chaos unseres Wagens ein.
16.06. - von Ketsch nach Mannheim OT Friedrichsfeld, ca.
20km
Von Ketsch
aus
verdrückten wir uns östlich an Mannheim vorbei. In
Schwetzingen rasteten wir an einem kleinen Fluss. Der schmale
Uferstreifen wurde als Weide benutzt. Für uns gab es leckere
Schnitzel mit Bratkartoffeln. Ein Mann von großer Statur kam auf
Jon zugelaufen. Sein Blick war freundlich. Er fragte Jon, ob wir schon
wüssten, wo wir parken würden. Sogleich bot er uns einen
Platz bei sich an. Er selbst ist Freizeitreiter und war auch schon
öfter mit Freunden zu Pferd wandern. Wir wollten jedoch noch eine
größere Etappe fahren, sodass aus der Verabredung nichts
wurde. Wir zirkelten die Fuhrwerke über eine Baustellenbrücke
zurück zur Hauptstraße. Munter fuhren wir voran bis sich
unsere Route mehr und mehr von der Atlasroute entfernte. Misst! Eine
Überquerung der Bahnschiene war ewig nicht in Sicht. Also alles
wieder zurück. Ein netter Mofafahrer zeigte uns extra den Weg. Im
Trab folgten wir ihm. Diesmal war ich Schlusslicht, weil die
Mädels hinterm Jungswagen flotter hinterher liefen. Der Umweg von
vier Kilometern kostete uns eine halbe Stunde und verschwitzte Pferde.
Die Anwohner guckten bestimmt auch nicht schlecht, da manche uns schon
zum zweiten Mal sahen. So ein Verkehrsirrgarten aber auch, keiner denkt
bei der Ausschilderung an sich verirrende Pferdefuhrwerke, die
dafür einen halben Tag zusetzen, nur um den richtigen Weg
erzwungener Maßen zu erforschen. Von weitem schon war auf der
rechten Straßenseite eine riesige Reitanlage erkennbar. Entlang
der Straße erstreckten sich auf scheinbar unendlichen Kilometern
unendliche Koppeln. Die schwarzen Showpferde – auch Friesen
genannt – präsentierten sich während unseres
Vorbeifahrens im typischen spanischen Edelbarock. Man hatte den
Eindruck, sie würden sicher und wohlbehütet hinter ihrem Zaun
ganz schön auf die Kacke hauen. Angeber ... .
Der Ort war wie ausgestorben. Vermutlich saßen alle wie gespannt
hinter der Glotze, um gar kein Spiel der
Fußballeuropameisterschaft zu verpassen. Wir hatten Glück,
denn ein Pärchen auf der Veranda war so freundlich uns den Weg zum
Friedhof zu beschreiben. Wer spielte noch mal gegen wen? Die
Fußballaufregung rutschte an uns herunter wie Öl.
Hoffentlich hat das Fähnchenchaos bald ein Ende. Manche haben
sogar drei bis vier Fähnchen an ihren Autos. Die knattern dann so
toll, wie ein Pkw- Anhänger mit schlackernder Plane auf
Huckelpiste. Die Hottes interessierte das Geknatter nicht die Bohne
– sehr lobenswert. Der Friedhof war sehr abgelegen und auch hier
niemand mehr anzutreffen. In Ruhe füllten wir die Kanister. Danach
schwang sich Jon wieder auf seinen Drahtgefährten zur
Parkplatzsuche. Es dauerte noch insgesamt zwei Stunden bis wir alle
Pferde nackig auf ihren Koppeln in die Freizeit ließen. Das
Gelände wurde mal aufgeschüttet und sehr grob glatt gemacht.
Seit dem ist hier gewachsen was wollte. Ein fast idealer Platz, wenn
das Wasser nicht einen halben Kilometer weit weg wäre.
18.06. - von OT Friedrichsfeld nach Heddesheim, ca. 16km
Nach der
Trabaktion vom Vortag gönnten wir Winston noch einen Verschnaufstag.
Am morgen des Aufbruchs hielt ein geräumiger Pkw neben
uns.
Noch nicht wirklich munter begrüßten wir den neugierigen
Mann von schlanker Statur. Er wollte uns zum Grillen einladen, doch
dazu hatten wir keine Zeit mehr. Sehr gerne wollte er unbedingt noch
einmal mit seinen Kindern vorbeikommen, jedoch erst nach der Schule.
Wir beschrieben ihm unsere Route und tauschten Telefonnummern aus. So
konnte er immer noch entscheiden mit Kind und Kegel vorbeizukommen. Wir
fuhren keine 300m da entdeckten wir einen weiteren Friedhof.
Hätten wir das mal eher gewusst, hätte Jon sich mit dem
Wasser nicht so abschleppen zu brauchen. Trotzdem hielten wir und
tranken die Pferde. Die Wasserwanne heute Morgen war leer. Django
trinkt im Geschirr kaum. Selbst mit abgezogener Trense kriegt er kaum
einen Schluck runter. Den anderen Drei hat’s gut geschmeckt. Ein
weißer VW-Bus stoppte neben uns. Es war wieder der Mann von heute
morgen, diesmal in Zimmermanns-Uniform. „Kommt doch bei uns
vorbei, wir wohnen gleich 200m rechts hinterm Ortseingansschild!“
Jon fiel gleich ein, dass wir noch die Hufe schweißen mussten und
fragte nach Strom. Wie schön, alles kein Problem. Der Bus zeigte
uns den Weg. Hinter der restaurierten wunderschönen Scheune bogen
wir auf das Gelände eines Dreiseitenhofes. Die Mädels
spannten wir aus und banden sie an Bäumen fest. Ohne ein Wort zu
sagen schleppten junge Leute Wasser für die Pferde heran. Unser
buntes Gespann lockte zahlreiche Kinder heran. Die schauten gespannt zu
als Jon zu Schweißen begann. Ausgerüstet mit einer
Schutzbrille verfolgten sie jeden Schritt. In der großen Scheune
nebenan arbeiteten die Zimmerleute. Es gab gleich Mittag und wir waren
auch herzlich eingeladen. Der Tisch war sehr lang und bunt gemischt.
Familienmitglieder, Kinder, Arbeitskollegen eine Wandergesellin und wir
aßen alle zusammen. Es gab Spargelsalat, Pellkartoffeln und
Fischstäbchen.
Sprit getankt, Hufeisenstollen komplett, auf zur nächsten
Etappe. Es ging durch hübsche, kleine Dörfer. Die
Sonnenstrahlen wärmten uns von hinten. Das laute Getrappel
ließ viele Dorbewohner hinter ihre großen Tore blicken. Vor
der nächstgrößeren Stadt bogen wir rechts auf einen
Nebenweg und stoppten die Hottes. Das Abendrot erinnerte uns an
Parkplatzsuche. Noch immer war es sehr heiß. Jon wechselte von
vier auf zwei Räder und machte sich vom Acker. Immer wieder
kühlte ich mein Haupt – Wasser in Hut rein, Hut auf Kopf
drauf! Ah, wie schön!!!. Ein Treckerfahrer kam vorbei und stoppte
unter einem komischen Tor. Der Fahrer stieg aus und drehte den Hahn
auf. Wasser lief in sein Fass. Zum ersten Mal sah ich so eine
Konstruktion. Wie nett – die Stadt spendiert Wasser. Nicht einmal
ein Generalschlüssel war nötig um Wasser zu tanken. Als Jon
zurück war bedienten wir uns auch. Ich zirkelte mein Fuhrwerk
direkt unter den Schlauch. „Halt“, brüllte Jon –
da war ich schon wieder übers Ziel hinaus geschossen. Und noch
’ne Runde:“ Schön langsam Mädels, das ist
Zentimeterarbeit“! Beim zweiten Anlauf erledigten wir es schon
wie Profis. Als es wieder losging, spürten meine Mädels die
300 Kilo Unterschied sofort. Das Anfahren kostete n’en Tick mehr
Anstrengung. Die Jungs würden über das Gewicht was die
Mädels zu ziehen hatten wohl nur Lachen. Die letzten zwei
Kilometer erstreckten sich auf Wirtschaftswegen zwischen riesigen
Erdbeerfeldern. Es roch irre verlockend nach Erdbeertorte. Zwischen
Feld und Weg baute Jon die Koppeln auf. Hier stand das Gras kniehoch.
Die Hühnernudelsuppe aus der Dose wurde endlich heiß. Um ein
aufwendigeres Menü zu kochen war der Hunger zu groß. Dazu
ein Stück Brot und der Magen war vorerst zufriedengestellt. Zum
Nachtisch gab es die süßen Früchte von nebenan.
19.06. - von Heddesheim nach Hüttenfeld, ca. 12km
Gegen 13:00
Uhr bekam ich vom
SWR einen Anruf, dass heute zur Landesschau ausgestrahlt werden soll.
Panisch versuchte ich noch allen, die mir gerade einfielen bescheid zu
geben. Schade, dass keine Zeit mehr blieb, den Termin der Ausstrahlung
auf der Homepage anzukündigen. Zirka vor guten zwei Wochen hatte
uns das Team vom SWR drei Tage begleitet und daraus eine Reportage
gebastelt.
Vor dem Anspannen suchten wir noch in Google Earth nach
kleinen
Nebenwegen. Die Pferde hatten über Nacht gut zugeschlagen. Die
Mädels wurden zum Anziehen an den Bäumen festgebunden, die
Jungs an der Deichsel. Winston begrüßte seine Mädels
aufgeregt als Jon ihn im Bogen an ihnen vorbei führte. Manchmal
fällt er dann sogar in ein paar Trabschritte. Als er dann neben
Django angebunden wurde machte er ihn voll an. Schnaubend und prustend
knabberte Winston an Djangos Nüstern. Ihm war es wohl grad egal ob
Stute oder Wallach – ganz nach dem Motto: “mann“ muss
sich halt mit dem begnügen, was man kriegen kann. Ein hartes Wort
von Jon und er hörte beleidigt mit seinem Hengstgetue auf.
Der Wind wirbelte durch die Mähnen- und Schweifhaare der
Pferde. Nina lief in ihrem Trappeltrott ganz entspannt am Wegesrand.
Ihre Schnüffelnase war auf Hochtouren im Einsatz. Viele
Hundespaziergänger aus der Umgebung drehten hier ihre Runden. Nur
wenn Fahrradfahrer überholen wollten wurde es etwas eng und
anstrengend. Nach vier Kilometern wurde der ausgeschilderte Weg durch
Leitplanken plötzlich verengt. Nur geradeso und mit viel
Nervenkitzel manövrierte ich mein Fuhrwerk durch die verengte
Kurve. Die Ortscheide kamen dabei der Leitplanke gefährlich nah.
Erst jetzt konnte man wieder auf die Hauptstraße biegen. Ich
ließ die Mädels rechts ranfahren und beobachtete Jon. Nach
meinem Gefühl würde er es auf gar keinen Fall schaffen.
Dennoch der verrückte Kerl muss immer alles ausprobieren. Nach
drei Metern kratze das Wagensperrholz an der Leitplanke und er steckte
fest. Erntehelfer beobachteten das Spektakel von der Hauptstraße
aus. Vorwärts war also tabu und zur Seite ging es auch nicht. Mit
viel „Achterch“ – Jon’s Kommando für
“Zurück“, schoben die Pferde den Wagen
rückwärts - langsam und Stück für Stück, denn
immer wieder musste der Wagen neu ausgerichtet werden.
Schließlich schafften sie es aus der Enge heraus, dennoch konnte
der Wagen nicht umgedreht werden, der Weg war viel zu schmal zum
Wenden. Links und rechts davon ging es die Böschung hinunter. Jon
entschied sich für die Böschung und manövrierte das
Fuhrwerk irgendwie schräg herunter. Die Pferde unterbrachen ihre
Arbeit immer wieder mit Fressen und konzentrierten sich nicht. Von
weiten sah ich wie Jon Django ausspannte, dann wieder Winston
anführte. So ging das noch ’ne ganze Weile hin und her.
Göttin sei Dank schafften sie es wieder irgendwie aus dem
Schlamassel heraus und der Wagen stand wieder auf dem Weg. Ich
passierte noch einmal die Enge und fuhr hinter Jon hinterher.
Mindestens eine Stunde hat uns das Manöver gekostet. Aus diesem
Grund meiden wir in der Regel die kleinen Wege – keiner
weiß, was die für Überraschungen mit sich bringen. Da
gibt es plötzlich abgesperrte Schranken, steile Böschungen,
Poller, Wegeverengungen, Tunnel etc. die dir dann die Laune verderben.
Nach dem Aldi-Besuch in Viernheim folgten wir der Landstraße
weiter nach Hüttenfeld. Verdammt war die Straße aber voll.
Es ging scheinbar unendlich durch ein riesiges Waldgebiet. Vom Verkehr
genervt waren wir alle müde und brauchten eine Pause. Jede Nische
wurde sofort kritisch als potenzieller Parkplatz beäugt. Doch
Pustekuchen – wieder eine Schranke! Gezwungener Maßen
kämpften wir weiter. Die nächste Möglichkeit bogen wir
rechts in den Wald. Endlich kein Autolärm mehr und endlich nach
einem Kilometer kein Wald mehr. Wir überquerten einen kleinen Bach
und näherten uns der „Alten Wäschnitz“ einem
größeren Fluss. Auf den Wiesen neben dem asphaltierten
Weg wurde fleißig Heu gewendet. Nur wenig Radfahrer,
Fußgänger und Inlineskater waren um die Uhrzeit noch
unterwegs. Auf der anderen Straßenseite, gegenüber vom
Deich, gab es direkt am Weg ein ungeschnittenes Stück Wiese. Junge
Bäume begrenzten die Fläche nach hinten. Dies war der fast
ideale Parkplatz. Vielleicht ein wenig zu offen und zu dicht am
Erholungsweg. Wasser gab es gleich nebenan, nur die Böschung
kostete Jon einige Muskelkraft. Die Bio-Toilette war auch nicht weit.
Ein Maisfeld in Brusthöhe gab ausreichend Sichtschutz und guten
Boden. Sehr spät hörten wir plötzlich
Silvesterböller. Ah ja, das Endspiel der
Fußballeuropameisterschaft hatte sich entschieden. Keine Ahnung
wie es wohl ausgegangen war. Morgen werden wir es bestimmt irgendwie
erfahren. Jetzt wollten wir nur noch schlafen gehen.
20.06. - von Hüttenfeld nach Rodau, ca. 19km
Vor
Aufbruch brachte uns noch
ein älteres Ehepaar einen gut gefüllten Sack mit hartem Brot.
Sie hatten uns am Vortag schon entdeckt und kamen wieder mit den
Fahrrädern vorbei. Django bekam die Sache mit dem Brot sofort mit
und forderte uns auf etwas vorbei zu bringen. Er lief in seiner Koppel
schon auf und ab - mit dem Kopf immer zu uns gerichtet. Während
Django anfing zu scharren warteten die anderen mit gespitzten Ohren und
langen Hälsern geduldig auf ihre Portion. Winston liebt Brot so
sehr, dass er es dem Hafer sogar vorzieht.
Der kleine Erholungsweg führte die Böschung hinauf zur
Hauptstraße. Wie vereinbart fuhr ich vorne weg, um den Verkehr
auf der Straße für Jon zu stoppen. Er hätte bei Gott
auf dem steilen Stück nicht anhalten dürfen. Mitten auf der
Straße sperrte ich - vorschriftsmäßig in Warnweste
gekleidet - die Durchfahrt. Jon nahm Anlauf und alles klappte wie am
Schnürchen. Weiter ging es zum Raiffeisen nach Lorsch. Einen Tag
vorher telefonierte ich mit einer netten Mitarbeiterin der Firma. Nicht
immer hat Raiffeisen Hafer und Gerste im Angebot. Quetschhafer hatten
sie vorrätig, und die Gerste sollte extra für uns noch
gequetscht werden. Wir kamen zügig voran. Meine Mädels hatten
inzwischen schon eine sehr gute Kondition aufgebaut und stehen den
Jungs kaum etwas nach. Unterwegs nehmen sie am
„Weltgeschehen“ noch deutlich mehr teil als die Jungs. Es
gibt für sie rechts und links des Weges immer noch viel zu
entdecken, sodass sie gar nicht so flott an allem vorbei wollen. Die
Jungs laufen hingegen schon fast wie „Zombies“ auf ihrem
Weg. Ehe Winston seinen Kopf mal anhebt muss schon eine Stute
ganz in der Nähe sein, ansonsten wird einfach weiter
geschlürft.
In Lorsch ging es mitten durch die Innenstadt. Das schöne Wetter
lockte die Leute in zahlreiche Biergärten und Kaffees. Wie
auf’m Rummel, so viel Betrieb war hier. Sie staunten nicht
schlecht als wir mit unseren Gespannen direkt an ihnen vorbei fuhren.
Winston hinterließ mit Sicherheit einen bleibenden
„Schlürfeindruck“. Wir bogen auf den Hof von
Raiffeisen. Leider war die Gerste doch noch nicht wie vereinbart
gequetscht. Mmh, was machen? Eine Stunde könnte es wohl noch
dauern. Jon entdeckte mit dem Rad einen Pausenparkplatz im
nahegelegenen Wohngebiet. Bei Raiffeisen tankten wir noch Pferdewasser
und fuhren zum Pausenparkplatz. Dieser sah ganz nach einer gut
überwachsenen Baulücke aus mitten im Wohngebiet. Mal sehen,
wie schnell die Polizei da ist?! Die Geschirre blieben auf den Pferden,
nur die Trensen wurden entfernt. Gras, Wasser, eine Portion Kraftfutter
und die Pferde waren versorgt. Unterdessen roch es im Wagen schon nach
leckeren Bratkartoffeln. Der Nachbarshund war nicht mehr zu beruhigen.
Wahrscheinlich vermutete er die Übernahme des Planeten durch
Außerirdische. Kochen, Essen und schon wieder Koppel abbauen,
soviel Zeit zum Erholen bleibt in den Pausen nie übrig. Wenigstens
waren alle Bäuche wieder gut gefüllt. Eine junge Familie
beobachtete uns neugierig beim Anspannen. Ein paar Worte wurden
gewechselt und es ging ohne Polizeieinsatz zum Raiffeisen. 200 Kilo
Kraftfutter reichen ungefähr zwei Wochen für 3000 Kilo
Lebendgewicht.
Auf einem Wanderparkplatz vor Rodau wartete ich auf die Rückkehr
von Jon. Er suchte nach einem Wochenendparkplatz. Das heißt genug
Futter für drei Übernachtungen und niemand sollte sich von
uns gestört fühlen. Jon fand einen Platz direkt am Baggersee.
„Das Futter reicht aber nicht für zwei Tage“,
erwiderte er nach seiner Rückkehr. Ich schaute mich um und
entdeckte in ca. 400m Entfernung gemähtes liegengebliebenes Gras
auf einer Deichböschung. „Zur Not können wir ja mit der
kleinen Kutsche das Gras vom Deich holen.“ Die Idee fand Jon
super und wir parkten an unserem neuen Standort. Zwischen Baggersee und
Feld erstreckte sich ein breiter Gehölzstreifen. Daneben schloss
sich ein mit Unkraut überwachsenes schmales Feld an.
Wahrscheinlich diente es mal zur Lagerung von Erntegut. Hier parkten
wir die Wägen und bauten die Koppeln auf. Nur vom Feldweg aus, der
zu einer Reitanlage führte, konnte man uns sehen. Die Pferde
hatten tatsächlich kaum Futter. Für die Nacht bekamen sie
unsere letzten Bunde Heu.
Das Wochenende wurde vom Wetterbericht sehr heiß
angekündigt: schwül, Schauer und Gewitter bis 32 Grad.
Vereinzelte Unwetter sollten sogar von Frankreich herüberziehen.
Der Gehölzstreifen bot einen idealen Schutz für die Pferde.
Um zum Spielen in die Stadt zu kommen nahm Jon den Zug von Rodau. Ich
genoss derweil das Babybauchbaden im Baggersee und kümmerte mich
um die Pferde. Nina hatte ihre Freude zusammen mit mir im Wasser zu
planschen. Schon morgens trafen wir auf Badegäste, Jogger und
Spaziergänger. Scheu, jedoch von der Neugier gepackt, versuchten
einige einen Blick durch die Gehölze zu unserem Wagen zu werfen.
Scheu und sicher versteckt im Wagen hörte ich sie murmeln
:“[…], www.getrampel.de.“ Ein Grinsen
überzog mein Gesicht. Als die Luft wieder rein war wagte ich mich
wieder aus meiner “Höhle“. Nicht immer habe ich Bock
auf neue Gesichter und dieselbe Geschichte. Öfter müssen Jon
und ich uns dann wieder bewusst werden, dass wir tatsächlich etwas
Besonderes sind. Das gibt uns erneut Ansporn auf interessierte Leute
zuzugehen.
Gewitterstimmung zog auf. Hier und dort blitzte und donnerte es jedoch
nicht genau über uns. Schon nach einer halben Stunde war der Spuck
vorbei. Wie schön, denn ich bin ein richtiger Schisser bei
Gewitter.
Jon kam rechtzeitig zurück, sodass wir noch Winston anspannen
konnten zum Heu holen. Jon harkte das Grünzeug zusammen und ich
steuerte Winston: „Allez!!! … Halt!!! ….
Allez!!!…“ So ging das bis die kleine Kutsche brechend
voll war. Winston der Sack zog öfter schief zum Feld rüber,
um sich an der leckeren Gerste zu laben. Dabei wollten wir doch keine
Spuren hinterlassen!!! Wir erledigten den Job sehr rasch und nach einer
halben Stunde war die Aktion erfolgreich abgestempelt. Das Heu reichte
für einen Tag. An den kommenden Tagen wechselten wir die Pferde,
nahmen mal Ozeanne und mal Quinette. Sie sollten gleich lernen
einspännig von der Herde wegzufahren. Ozeanne lief anfangs wie auf
Stelzen und wieherte ständig. Das Stehenbleiben während des
Aufladens war auch eine Herausforderung. Aber immerhin, es war das
erste Mal und dafür machte sie alles mit. Ihre Schwester erledigte
den Job etwas gelassener. Sie wieherte zwar genauso, jedoch konnte ich
sie mit etwas Brot gut ablenken und bei Laune halten. Die zweiten Male
verliefen bei beiden schon routinierter. Gegen Abend bot sich ein
Schaubild von vielen grün punktförmig schimmernden Lichtern.
Zahlreiche Glühwürmchen eiferten für die Gunst der
Weibchen um die Wette. Herrlich, denn in meiner Heimat im Osten habe
ich die Würmchen noch nie gesehen.
Eines Morgens entdeckte Jon, dass der linke Vorderreifen vom Haupthaus
platt war. So ein Schlamassel. Die Reparatur würde unsere Abfahrt
um einen Tag verzögern. Heute hatte sich Petra angekündigt
und wir holten sie mit Quinette vom Wanderparkplatz ab. Schon am
Telefon hatte sie uns verraten meinen Babybauch mit Grillware zu
füllen, damit aus “uns“ was wird. Benni kam
natürlich auch mit – ganz zur Freude von Nina, denn
inzwischen war Benni ein treuer Kumpel geworden. Wir bauten ein
Imbisslager am See. Petra übernahm die Grillregie und
verwöhnte uns noch mit leckerem Salat und Baguette. Benni und Nina
saßen sabernd neben uns, bis sie sich legal auf die Reste
stürzen durften. Schade, denn Petra musste wieder los. Ganze zwei
Stunden Autobahn sind wir inzwischen von ihrem Pferdedomizil entfernt.
Die schönen Begegnungen werden wohl leider stark abnehmen wenn
nicht sogar ganz aufhören. Zum Glück bleibt noch das Telefon,
aber das kann sie natürlich nicht ersetzten. Die Frau muss man
erleben!!!